Als ich meine Ausbildung zur KI-Strategieberaterin abgeschlossen hatte, war mir eines schnell klar: Ich werde jetzt nicht zur Expertin für jeden denkbaren KI-Einsatz in Unternehmen.
Wenn ein Produktionsunternehmen KI für seine Maschinen einsetzen möchte, wenn es um steuerliche Anwendungen geht oder ein Konzern seine Einkaufsprozesse optimieren will, fehlen mir die jeweiligen fachlichen Kenntnisse. Genau die braucht man aber, wenn man Unternehmen bei der KI-Einführung sinnvoll begleiten will.
Bei Marketing, Marke und Kommunikation sieht das anders aus. Hier bringe ich 27 Jahre Erfahrung mit. Ich kenne die strategischen Fragen dahinter, die Abläufe, die typischen Probleme und die Stellen, an denen Unternehmen immer wieder Zeit verlieren oder ihre Kommunikation nicht die Wirkung erzielt, die sie erzielen könnte. Deshalb war für mich schnell klar: Meine KI-Strategieberatung kann nicht getrennt von meiner bisherigen Arbeit stehen. Genau die Verbindung ist der entscheidende Punkt.
Erst verstehen. Dann sichtbar machen.
Wer schon länger mit mir arbeitet, kennt meinen Grundsatz: Marketing, tu’s richtig oder lass es bleiben. Der Satz ist einige Jahre alt. Der Gedanke dahinter ist aktueller denn je.
Bevor ein Unternehmen über eine neue Website, Social Media, Employer Branding oder inzwischen auch KI nachdenkt, sollte es wissen, wofür es steht. Was unterscheidet uns? Warum entscheiden sich Kunden für uns? Welche Botschaften sollen hängen bleiben? Das ist das Fundament.
Erst wenn das klar ist, kann daraus gute Kommunikation entstehen. Wir übersetzen die Marke so, dass Kunden und Mitarbeiter verstehen, wofür das Unternehmen steht und warum es für sie relevant ist. Das ist die Sichtbarkeit. Diese beiden Bereiche gehören für mich seit 27 Jahren zusammen.
Jetzt kommt die KI dazu
Mit KI entsteht eine dritte Ebene, und genau die finde ich besonders spannend. Denn auf einmal lassen sich viele Dinge, die bisher manuell erledigt wurden, anders organisieren.
Nehmen wir die einzige Marketingverantwortliche in einem mittelständischen Unternehmen. Sie kennt die Marke, die Produkte, die Kunden und die Sprache des Unternehmens. Sie weiß, wie Präsentationen aufgebaut werden, welche Argumente im Vertrieb funktionieren und welche Formulierungen zum Unternehmen passen. Ein erheblicher Teil ihres Arbeitstages besteht trotzdem aus wiederkehrenden Tätigkeiten: Informationen zusammensuchen, Texte vorbereiten, Inhalte an unterschiedliche Kanäle anpassen, immer wieder dieselben Grundlagen erklären.
Mit einer guten KI-Basis lassen sich solche Abläufe unterstützen und teilweise automatisieren. Wissen steht schneller zur Verfügung, Fehler lassen sich reduzieren, und die Qualität wird gleichmäßiger, weil nicht bei jeder Aufgabe wieder bei null angefangen wird.
Das bedeutet nicht, dass die Marketingverantwortliche überflüssig wird. Im Gegenteil: Ihre Arbeit verlagert sich auf das, wofür im Tagesgeschäft oft zu wenig Zeit bleibt. Neue Ideen entwickeln. Strategisch über das Marketing nachdenken. Kundenkontakte pflegen. Beobachten, was sich im Markt verändert. Der KI einen guten Auftrag geben und beurteilen, ob das Ergebnis wirklich passt. Genau diese Aufgaben brauchen Erfahrung, Kreativität und Urteilskraft. Die KI kann anschließend vieles davon schneller umsetzen.
Und wenn diese eine Marketingverantwortliche das Unternehmen irgendwann verlässt, bleibt ihr Wissen im System erhalten.
Fundament. Sichtbarkeit. System.
Daraus ergab sich für mich eine klare Ordnung für das, was ich bisher gemacht habe, und das, was jetzt dazukommt.
Fundament: Wir klären, wofür das Unternehmen steht, welche Zielgruppen es erreichen will und welche Kernbotschaften daraus entstehen. Sichtbarkeit: Wir übersetzen die Marke kommunikativ so, dass sie für Kunden und Mitarbeiter verständlich und wiedererkennbar wird. System: Wir machen das vorhandene Wissen für KI nutzbar und gestalten Abläufe so, dass wiederkehrende Arbeiten schneller und mit gleichbleibend hoher Qualität erledigt werden.
Diese Reihenfolge ist entscheidend. KI ist wahrscheinlich die schnellste Chaosmaschine, die wir je hatten. Wenn wir ihr vorher keine Klarheit und Regeln geben, produziert sie in Sekundenschnelle das größte Chaos, das anschließend nur noch mehr Arbeitszeit kostet.
Deshalb beginnt sinnvoller KI-Einsatz für mich nicht mit der Frage, welches Tool wir nehmen sollen. Am Anfang steht, wie beim Hausbau, das Fundament. Was wollen wir erreichen? Welches Wissen braucht die KI? Wo braucht es weiterhin bewusst den Menschen? Erst dann wird KI zu dem, was sie sein kann: ein Werkzeug, das Arbeit einfacher, schneller und besser macht.
Mein bisheriger Ansatz hat sich durch KI also nicht erledigt. Er ist an einer entscheidenden Stelle weitergegangen. Aus Fundament und Sichtbarkeit wurde: Fundament, Sichtbarkeit, System.
Wenn Sie sich fragen, wo Ihr Unternehmen zwischen Fundament, Sichtbarkeit und System gerade steht, zeige ich Ihnen gerne in einem rund 20-minütigen, kostenfreien und unverbindlichen Gespräch, wo der sinnvolle nächste Schritt läge.
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